„Hilfe holen ist kein Petzen“

Veröffentlicht am 29.05.2020 in Pressemitteilung

(Archivfoto Februar 2020: (v.lks. Jens Guth, MdL, und Anika Hapke)

Jens Guth, MdL : ASB-Kinderschutzdienst Worms ist wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche / Beratung und Hilfe bei unterschiedlichen Formen der Gewalt

 

Es gibt sie auch in Worms, die vielen Formen der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Im Jahr 2019 waren es fast 180 Betroffene, die beim ASB-Kinderschutzdienst Hilfe suchten. Dabei geht es nicht nur um sexuelle oder körperliche Gewalt, die den Schwächsten in unserer Gesellschaft angetan wird, sondern auch um seelische.

Die Zahlen seien steigend, erfuhr der Wormser SPD-Landtagsabgeordnete Jens Guth bei seinem Besuch in der Judengasse 26. 50 Prozent der Betroffenen seien Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, 40 Prozent zwischen 12 und 18 Jahren. Ca. 70 Prozent seien von sexueller Gewalt betroffen, Mädchen deutlich häufiger. Die Täter fänden sich oft im familiären Nahfeld.

„Man muss aber nicht betroffen sein, sondern es reicht schon die Bedrohung oder ein Verdacht, damit man sich beim Kinderschutzdienst Hilfe holen kann“, erläutert Leiterin Anika Hapke. „Wir lassen keinen vor der Tür stehen“.

 

Ein zentraler Qualitätsstandard des Kinderschutzdienstes sei die konsequente Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Beratungsprozess, wird während eines Rundgangs erläutert. Die Beratung erfolgt selbstverständlich vertraulich und kostenlos. „Als Fachberatungsstelle gibt bzw. vermittelt der Kinderschutzdienst Hilfen zum Schutz vor weiterer Gefährdung, zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse, zur persönlichen Stabilisierung und zur Entwicklung zukünftiger Lebensperspektiven.“, erläutern die Fachkräfte vor Ort. 

 

Zwar wird auch mit therapeutischen Mitteln gearbeitet, aber keine Therapie im klassischen Sinne angeboten. Aufgabe ist es aber nicht, Strafanzeige zu erstatten oder an der Strafverfolgung von Tätern mitzuwirken, sondern die Opfer zu informieren, zu unterstützen und zu begleiten. Dazu gehört auch die Beratung von Bezugspersonen und die Vermittlung weiterer Hilfen.

 

Auch in Zeiten von Corona ist der Kinderschutzdienst erreichbar. Die Fachkräfte suchen Möglichkeiten Kinder und Familien zu erreichen, stehen telefonisch und auch unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienestandards im persönlichen Gespräch für hilfesuchende Familien und Kinder zur Verfügung.

MdL Jens Guth ist nach dem Besuch davon überzeugt, dass die Landesmittel von über 50.000 Euro jährlich gut investiertes Geld sind. „Es ist wichtig, dass es solche Strukturen hier in Worms gibt“, dankt Guth den Mitarbeiterinnen und ASB-Geschäftsführer Ralf Hoffmann für die wichtige Arbeit des Arbeiter-Samariter-Bundes.

 
 

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