Tierschutzhilfe geht auch online

Veröffentlicht am 11.12.2020 in Pressemitteilung

Jens Guth (SPD) und AK Umwelt- und Naturschutz mit Christiane Gumpert im virtuellen Gespräch / Tierschutzvereinsvorsitzende beschreibt aktuelle Probleme

Nicht nur Corona macht dem Wormser Tierheim aktuell die Arbeit schwer, auch mit anderen Problemen hat sich der Wormser Tierschutzverein e.V., so der offizielle Name, zu beschäftigen. „Wir benötigen eigentlich eine Quarantänestation und strenggenommen auch einen Tiertrainer“, so  die 1. Vorsitzende Christiane Gumpert während eines WebEx-Meetings mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Jens Guth und dem SPD-Arbeitskreis Umwelt- und Naturschutz.

In der Corona-Krise seien deutlich weniger Hunde aufgenommen worden als zuvor, schildert Christiane Gumpert die aktuelle Situation. Jedoch sei die grundsätzliche Lage angespannt, denn das Tierheim sei voll mit schwierigen Hunden, die kaum Vermittlungschancen hätten. „Eigentlich müssten wir einen Hundetrainer beschäftigen um die Tiere wieder vermitteln zu können, denn unsere Pflegekräfte, die alle einen tollen Job machen, können diese zusätzliche Aufgabe gar nicht leisten“, so Gumpert. „Wir sind voll mit Granaten.“ Gassigänger seien mehr als genug da, jedoch könne man nicht jedem diese speziellen Hunde anvertrauen. Das könnten nur erfahrene Mitglieder.

Die finanzielle Situation beschreibt sie als schwierig, fehlten doch die Einnahmen durch verschiedene Veranstaltungen. Auch stünden diverse Projekte an. So die Finanzierung einer Quarantänestation für beschlagnahmte kranke Hunde und der Katzentrakt sei renovierungsbedürftig.

Unterstützt wird der Tierschutzverein aktuell nur von der Stadt durch den Hilfsfonds und einen jährlichen Fixbetrag, der leider zu niedrig sei. Jens Guth regte deshalb an erneut einen Futtermittelhilfeantrag bei m Land zu stellen und für die beiden anderen Projekte ebenfalls Projektförderung zu beantragen. 500.000 Euro sähe der nächste Landeshaushalt für tierschutzrelevante Projekte vor, erläutert der SPD-Abgeordnete.

Das Thema Listenhunde wurde von Arbeitskreismitglied Michael Gerbich angesprochen, der die Hundesteuer für diese Hunde in Worms für zu hoch hält. Dem konnte Christiane Gumpert nur beipflichten, denn in anderen Kommunen, wie zum Beispiel Alzey, sei dies nicht der Fall und die hohe Steuer erschwere die Vermittlung dieser Tiere sehr. Die Auflagen für Besitzer wären so hoch, dass viele der Tiere, in der Regel vom Tierschutz beschlagnahmt, nicht weiter vermittelt werden könnten. Die Dunkelziffer sei deshalb in Worms sehr hoch. Da dies eine kommunale Angelegenheit ist, versprachen die beiden Stadträte Jens Guth und Patricia Sonek dies noch einmal zur Diskussion in die Gremien zu bringen. Hier könne dann auch die Erhöhung des kommunalen Fixbetrages, der bei anderen Kommunen um einiges höher angesetzt ist, diskutiert werden.

Eine wichtige Information konnte der Landtagsabgeordnete Jens Guth bereits kurz nach dem Gespräch überbringen. Erneut können Tierheime, Zoos und vergleichbare Einrichtungen ab sofort Nothilfe des Landes beantragen. Bis zu 80 Prozent der seit dem 2. November angefallenen Futter- und Tierarzt-Kosten könnten auf diese Weise erstattet werden.

„Unser Tierschutzverein, aber auch alle anderen Vereine die sich um das Wohl von Tieren kümmern, sind uns besonders wichtig“, betonen MdL Jens Guth und Patricia Sonek und versprachen auch weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. „Wer das Tierheim mit einer Spende unterstützen möchte findet auf der Homepage entsprechende Informationen unter www.tierheimworms.de/mitwirkung/spenden/.“

 
 

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NK

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