Interview mit Jens Guth

Christiane Dinges und Nora Müller aus der 8d der Karmeliter Realschule interviewten den Landtagsabgeordneten:

 

Herr Guth, welche Aufgaben hat man denn als Abgeordneter?
Zunächst vertrete ich als Wahlkreisabgeordneter unsere Stadt Worms im Mainzer Landtag. Dort arbeite ich im Parlament in verschiedenen Ausschüssen und Arbeitskreisen zu den Themen Wirtschaft, Verkehr, Weinbau und Landwirtschaft. Aber auch die Arbeit im Wahlkreis - also in unserer Stadt - ist mir sehr wichtig. Der Kontakt zu Firmen, Schulen, Kindergärten oder sozialen Einrichtungen gehört zur täglichen Arbeit, denn viele Projekte und Maßnahmen können nur durch die Unterstützung des Landes realisiert werden. Ich habe auch eine Bürgersprechstunde, um mich Problemen der Bürgerinnen und Bürger anzunehmen.

 

Unsere Aufgabe mit diesem Interview ist es, Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Treffen manche Vorurteile zu oder sind es wirklich nur Vorurteile?
Natürlich gibt es auch einige schwarze Schafe unter den Politikern. Aber alle mit denen ich zusammenarbeite sind sehr engagiert und arbeiten oftmals 60-80 Stunden in der Woche - so wie ich auch.

 

Was ist Ihre Meinung zu Projekten, bei denen Jugendliche in der Politik mitreden dürfen?
Es ist ganz wichtig, wenn Jugendliche mitreden und ihre Meinung sagen, denn es geht auch um ihre Zukunft. Eine Möglichkeit sich in Worms aktiv einzubringen ist das Jugendparlament. Aber auch in Mainz gibt es den Schülerlandtag, zu dem sich Schulklassen bewerben und aktiv Politik machen können.

 

Darf man als Abgeordneter Dinge, die andere nicht dürfen?
Man hat Zugang zu Gebäuden, die nicht für jeden zugänglich sind und man hat Immunität, das heißt man darf nicht verhaftet werden.

 

Was war bisher Ihre größte Entscheidung, die Sie als Abgeordneter zu treffen hatten?
Die wichtigste Entscheidung war die Wahl unseres Ministerpräsidenten Kurt Beck. Aber auch verschiedene Gesetze oder Maßnahmen wurden beschlossen, wie z.B. der Nichtraucherschutz oder der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote.

 

Welche Ausbildung braucht man, um Abgeordneter zu werden?
Man braucht keine Ausbildung, denn man wird von den Mitbürgern gewählt. Aber es ist von Vorteil, wenn man einen Beruf erlernt hat und diese Erfahrungen einbringen kann. Wichtig ist auch, dass man mit beiden Beinen im Leben steht.

 

Wieso haben Jugendliche keine sehr großen Rechte zum Mitbestimmen?
Das liegt leider an unserem derzeitigen Wahlrecht. Aber vielleicht dürfen Jugendliche bald mit 16 Wählen.

 

Was bedeutet für Sie Demokratie?
Das Volk bestimmt.

 

Warum werden nicht so wichtige Sachen manchmal wichtigeren vorgezogen?
Manchmal erscheinen Dinge nicht so wichtig, wie sie eigentlich sind. Die Nibelungenfestspiele halte ich beispielsweise für wichtig - andere nicht. Aber sie machten Worms bekannter und haben neue Arbeitsplätze und Touristen in unsere Stadt gebracht.

 

Ist der Job manchmal unvorteilhaft?
Es ist ein Beruf, bei dem es keinen Feierabend gibt.

 

Warum haben Sie sich für die Tätigkeit als Abgeordneter entschieden?
Weil ich gerne mit Menschen zusammenarbeite und die Zukunft mitgestalten möchte.

 

Und noch eine letze Frage: Macht Ihnen der Beruf als Abgeordneter Spaß?
Ja - und wenn ich etwas erreichen kann, ganz besonders!

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