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Interview mit Jens Guth zur Corona-Krise

 

Wie hat Corona deinen aktuellen Alltag verändert?

Mich belastet die derzeitige Situation schwer. Es ist weniger die eigene Situation, aber die der vielen Leute deren Arbeitsplatz oder gar berufliche Existenz gefährdet ist, geht an mir nicht spurlos vorbei.

Ich habe während der letzten Monate viele Anfragen per Mail erhalten: Friseure, Physiotherapeuten, Musiklehrer, Hotelbetreiber, Kultur- und Medienleute, Schausteller, Gastronomen, Fahrschulen, Ärzte, Yoga-Lehrer, Sportvereine und viele weitere mehr schildern mit ihre Probleme. Ich versuche mich seit Beginn der Corona-Krise für alle einzusetzen und das kostet Kraft. Umso schöner ist der Lohn, wenn ich helfen konnte.

Ansonsten sind wie in vielen Bereichen auch unsere Büros akutell für die Öffentlichkeit geschlossen und die Mitarbeiter in Homeoffice. Wir haben täglich teilweise mehrmals Video- oder Telefonkonferenzen. Aber es finden auch noch - mit hohen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen - Plenarsitzungen statt.

Hat die Politik richtig gehandelt bzw. was würdest du kritisieren?

Zu den Maßnahmen und Einschränkungen gab es aus meiner Sicht keine Alternativen, wenn wir nicht unser akutelles Gesundheitswesen an die Wand fahren wollen.

Aber wir merken immer mehr: in unserem Gesundheitssystem gilt es einiges zu verbessern. Hier muss einiges aufgearbeitet und verändert werden, angefangen von der Anzahl von Haus- und Fachärzten bis zur Pflegesituation in Krankenhäusern. Dem Personal möchte ich aber auf jeden Fall meinen Dank für die hervorragende Arbeit aussprechen.

Wird die Welt nach Corona: zu einer besseren Welt oder zu einer Welt der Abschottung?

Ich hoffe, dass wir unsere freiheitliche Welt erhalten können. Ich wünsche mir aber, dass wir wegkommen von der Mentalität „Immer mehr, schneller, weiter...“

Gerade in Krisenzeiten muss man überlegen, was wirklich wichtig ist im Leben und wie man miteinander und mit Natur und Umwelt umgeht.

Einen Impfstoff gibt es flächendeckend, aber es ist nicht sicher, dass er auch gegen die neue Variante des Virus' hilft. Wie kann es weitergehen?

Es bleibt auf absehbare Zeit wichtig, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Wir werden nicht verhindern können, dass Leute weiterhin erkranken, aber wir können schwere Verläufe durch Impfungen reduzieren. Das hat uns die konsequente Impfkampagne gelehrt. Aber noch immer sind nicht genug Menschen geimpft und weitere „Wellen“ wären fatal für unser Gesundheitssystem und die dort arbeitenden Menschen.

Welche sinnvollen Maßnahmen hat der Stadtrat ergriffen, um einer Rezession entgegen zu wirken?

Wir hatten auf Antrag von SPD und CDU einen „Wormser Hilfsfonds“ mit 2,2 Mio Euro beschlossen, Geld das uns das Land zur Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung gestellt hat. Hier konnten wir echte Unterstützung leisten! Zum Beispiel wo drohte, dass wichtige Strukturen kaputt gehen, wie bei betreuenden Grundschulen. Aber auch z.B. unsere Kulturszene und Gastronomie, die sich in den letzten Jahren gut entwickelt hat, verdiente Unterstützung.

 

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